Immer häufiger berichten Piloten über Turbulenzen während des Fluges. In dem Artikel „Am Himmel wird es turbulenter“ wurde eine Untersuchung von zwei britischen Klimaforschern vorgestellt, die in einer Studie gezeigt hatten, dass die Turbulenzen im nordatlantischen Flugverkehr zunehmen und bis 2050 doppelt so häufig auftreten werden.

In ihrer neuen Arbeit haben sie nun mit Ensembles von Klimamodellen untersucht, wie sich der Klimawandel bei Verdoppelung der atmosphärischen CO2 Konzentration speziell auf 5 verschiedene Turbulenzklassen auswirken wird. Mit 21 CAT-Modellen wurden nun die Auswirkungen des CO2 Anstieges simuliert. Das Ergebnis war ernüchternd.

Die Folgen der Vb-Wetterlage (V=lateinisch 5) haben in den letzten Wochen die Schlagzeilen in den Medien beherrscht. Nach Schätzungen der Munich Re werden die finanziellen Schäden so hoch sein wie nie zuvor. Doch birgt eine Vb-Wetterlage auch Gefahren, an die zunächst niemand denkt; nämlich VFR Piloten können sehr schnell in die Bredouille geraten!

Wenn wir von Kontroll-Verlusten durch Wetter erfahren, denken wir in erster Linie an VFR Piloten, die sich in ein Gebiet mit IFR Wetterbedingungen verirrten. Das gilt auch sicherlich für die meisten Unfälle in der Allgemeinen Luftfahrt. Doch auch bei erfahrenen IFR Piloten kann das Flugzeug sehr schnell außer Kontrolle geraten, wie ein Vorfall in den USA zeigte. Am 12. Januar 2013 stürzte eine 6-sitzige Piper Meridian kurz nach dem Start in Paris (PRX), Texas, ab. Der Pilot und zwei Passagiere kamen ums Leben. Hier die Geschichte dieses Fluges:

In den letzten Jahren berichteten Piloten immer häufiger über Turbulenzen während des Fluges. Zwei britische Klimaforscher haben nun in einer Studie gezeigt, dass die Turbulenzen im nordatlantischen Flugverkehr zunehmen und bis 2050 doppelt so häufig auftreten werden. Da die Turbulenzen auch heftiger ausfallen, wird sich der Komfort für Passagiere und Besatzung beträchtlich reduzieren. Doch ist zu befürchten, dass die Gefahr von starken Turbulenzen im gesamten Luftraum signifikant steigen wird.

Wetter ist die häufigste Ursache für Flugunfälle. Deshalb sind alle Maßnahmen zu begrüßen, die den Piloten frühzeitig vor wetterbedingten Gefahren warnen. Eine enorme Verbesserung brachte die Darstellung von Radar- und Satellitendaten im Cockpit. Wenn allerdings solche Daten die Piloten in falscher Sicherheit wiegen,
kann das fatale Folgen haben.

Bitte Anschnallen!

Turbulenz während des Fluges ist der Hauptgrund für Verletzungen von Passagieren und Besatzungen. Im australischen Journal „Flight Safety“ erschien in der Ausgabe September 2010 ein Artikel über Turbulenzen unter dem bezeichnenden Titel „Shake, Rattle and Roll“. Hier eine Kurzfassung.

Die Stärke der Turbulenz ist direkt proportional zur Temperatur des Kaffees                            (Gunters 2. Gesetz des Luftverkehrs)            

Der Cumulonimbus (Cb) ist wegen seiner Auswirkungen auf die Fliegerei eine der gefährlichsten Erscheinungen im Wettergeschehen. In diesem und den folgenden Teilen soll das Verständnis für die physikalischen Prozesse in der Atmosphäre gefördert werden.

Wenn die vom Erdboden aufgenommene Sonnenenergie nur durch die schlechte Wärmeleitung an die Luft abgegeben würde, müsste sich die Erdoberfläche tagsüber um etwa 200°C aufheizen! Es müssen also andere Prozesse existieren, die wesentlich effektiver und vor allem schneller arbeiten.

Beim Entstehen einer Quellwolke liefert die fühlbare Wärme den "Treibstoff" für die erste Stufe unserer "Wolkenrakete". Dann wird die 2. Stufe gezündet und da wird dann die latente Wärme zum Treibstoff.

In jüngerer Zeit wurde die Zivilluftfahrt von zwei rätselhaften Abstürzen heimgesucht. Am 01.06.2009 stürzte ein Airbus 330 über dem tropischen Atlantik ab. Am 25.01.2010 verschwand eine Boeing 737 kurz nach dem Start in Beirut von den Radarschirmen. Zwei Gemeinsamkeiten verbindet diese Abstürze:

  • Beide Maschinen flogen in heftigen Gewittern.
  • Die Abstürze geschahen nachts.

Turbulenzen können mehr als 100km vom Gewitter entfernt auftreten. Bisher wurde angenommen, dass vom Gewitter induzierte Turbulenz nur in der näheren Umgebung des Gewitters auftritt. Neue Untersuchungen zeigen jedoch eine weiträumige Verbreitung von Turbulenz, die die Sicherheit des Fluges beeinträchtigen kann.

Immer wieder kommt es vor, dass Wirbelstürme und Tornados als ähnliche Erscheinungen angesehen werden. Deshalb werden in diesem Artikel Wirbelstürme und Tornados gegenüber gestellt und die fundamentalen Unterschiede beschrieben.

Geschrieben von Capt. Paul Wilson

Die Auswertungen zum Absturz der AF447 haben so manchen Piloten  nachdenklich werden lassen: Können die heutigen Piloten noch per Hand Flugzeuge durch die Stratosphäre steuern? Oder sollten die Bordcomputer besser programmiert werden?

Es werden 4 Unfälle vorgestellt, wo durch sorgfältigere Analyse der zu erwartenden Wettersituation der Ablauf glimpflicher hätte verlaufen können bzw. die Unfälle hätten vermieden werden können:

  • Eine Fokker 70 musste während eines Fluges von Wien nach München wegen Triebwerksproblemen notlanden.
  • Bei der Landung eines Airbus A320 in Hamburg berührte die Maschine wegen starker Turbulenzen mit der linken Tragfläche die Landebahn.
  • Bei der Landung eines Airbus A340 in Toronto schoss die Maschine über das Ende der Landebahn hinaus.
  • Beim Flug eines Airbus A330 von Rio de Janeiro nach Paris stürzte die Maschine über dem Südatlantik ab.

Am 1. Juni 2009 stürzte ein Airbus A330 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris gegen 02:15 UTC mit 228 Menschen an Bord über dem Atlantik ab. Hätte der  Absturz vermieden werden können?

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann man behaupten, dass der Absturz nicht zu vermeiden war. In dem Moment, wo die Flugroute festgelegt wurde, war das Schicksal von Flug AF447 besiegelt.

Ein Airbus A320 geriet am 1. März 2008 gegen 12 Uhr in Hamburg bei der Landung auf RW 23 in starke Turbulenz. Nach dem Aufsetzen hob das Flugzeug wieder ab, geriet in abrupte Schräglage mit Bodenberührung des äußeren Endes der linken Tragfläche. Anschließend hätte die Maschine noch beinahe mit der rechten Tragfläche den Boden berührt.

Flug AF358 setzte am 2. August 2005 um 20:01:55 Z (16:01:55 Ortszeit) auf dem internationalen Flughafen von Toronto erst nach der Hälfte der Landebahn auf. Der Airbus A340 kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und rutschte über die Landebahn hinaus. Die Maschine brannte total aus. Zum Glück gab es nur wenige Verletzte.

Waren die Wetterbedingungen schuld an diesem Unglück und hätte der Unfall vermieden werden können?

Am 5. Januar 2004 flog eine Fokker 70 von Wien nach München. Beim Anflug auf München wurden plötzlich in FL 90 am rechten Triebwerk starke Vibrationen angezeigt und es wurde vor Vereisung gewarnt. Als zusätzlich im hinteren Bereich des Flugzeugs ungewöhnliche Geräusche auftraten, erklärte die Besatzung Luftnotlage. Circa 2,5 nm vor Beginn der Landebahn setzte die Maschine auf einem schneebedeckten Acker auf.

Accidents & Incidents

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06. Juli 2017

Delta Airlines Flug Nr. 129, von Seattle nach Beijing, China, kehrte zum Abflughafen Seattle zurück, weil ein Passagier in der Ersten-Klasse versuchte, die Flugzeugtür zu öffnen. Er schlug einer Flugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht und einem anderen Passagier mit einer Weinflasche auf den Kopf. Eine andere Flugbegleiterin schlug mit 2 Weinflaschen auf den Kopf des aggressiven Passagiers, wobei eine Flasche zerbrach. Mit Hilfe weiterer Passagiere wurde der Mann an einen Sitz gefesselt. Der CNN-Bericht  hier 

01. Juli 2017

Eine Cessna 421, auf dem Weg von Waukegom, Illinois, USA, nach Winnipeg, Kanada, brach während des Fluges auseinander und stürzte nahe Phillys, USA, ab. Alle 6 Personen an Bord wurden tödlich verletzt. Der Pilot hatte kurz vor dem Absturz der Flugsicherung von einem "lokalem Wetterphänomen" berichtet.

13. April 2017

Ein Passagier auf einem United Airlines Flug von Houston, Texas, nach Calgary, Kanada, wurde während des Fluges von einem Skorpion gestochen. Das Tier war aus dem Gepäckfach gefallen. Der Passagier wurde in Calgary ärztlich behandelt.

02. Februar 2017

Eine Diamond DA 20 A1 flog kurz nach dem Start in Melle-Grönegau in einen Windrotor, Der Pilot wurde tödlich verletzt.

01. Januar 2017

Ein United Airlines Flug von Sydney, Australien, nach San Francisco, USA, landete außerplanmäßig in Auckland, Neuseeland, weil ein Passagier randalierte. Der Passagier wurde festgenommen, die restlichen Passagiere übernachteten im Hotel. Der Flug wurde am nächsten Tag fortgesetzt.

29. Dezember 2016

Alle 6 Personen an Bord einer Cessna Citation 525 starben beim Absturz der Maschine, kurz nach dem Start in Cleveland, Ohio. Das Flugzeug stürzte in den Lake Erie. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte schlechte Sicht mit Temperaturen um 0° C.

16. November 2016

Ein United Airlines Flug von Newark nach San Francisco landete außerplanmäßig in Salt Lake City, weil der Kapitän während des Fluges erkrankt war.

25. Oktober 2016

Ein British Airways Airbus A380, auf dem Weg von San Francisco nach London, England, landete außerplanmäßig in Vancouver, Kanada, weil Rauch in der Kabine aufgetreten war. . 25 Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere  wurden medizinisch in einer Klinik behandelt.

12. Oktober 2016

Eine American Airlines Boeing B-787, auf dem Weg von Shanghai, China, nach Chicago, USA, führte eine außerplanmäßige Landung in Cold Bay, Alaska, durch. Der Grund soll ein Triebwerksproblem gewesen sein. Die Passagiere wurden mit einem Flugzeug der Alaska Airlines nach Anchorage geflogen.

11. Oktober 2016

Eine Piper Seneca stürzte in East Hartford, Connecticut, ab, wobei der Flugschüler getötet und der Fluglehrer schwer verletzt wurde. Der Fluglehrer berichtete den Behörden, dass er um das Steuerhorn kämpfen musste und der Flugschüler vermutlich Selbstmord begehen wollte.

25. August 2016

Passagiere, die mit einen ExpressJet Flug von Newark nach Toronto fliegen wollten, mussten dreimal wegen technischer Probleme das Flugzeug wechseln: wegen eines unbekannten technischen Problems kehrte die erste Maschine nach Newark zurück. Die Passagiere boardeten eine zweite Maschine, die sie bald darauf verlassen mussten, um in eine andere Maschine umzusteigen. Diese Maschine führte eine Notlandung in Rochester durch, weil sich die Kabine mit Rauch füllte. Eine Ersatz-Maschine brachte die Passagiere dann nach Toronto. 

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