Ein Airbus A320 geriet am 1. März 2008 gegen 12 Uhr in Hamburg bei der Landung auf RW 23 in starke Turbulenz. Nach dem Aufsetzen hob das Flugzeug wieder ab, geriet in abrupte Schräglage mit Bodenberührung des äußeren Endes der linken Tragfläche. Anschließend hätte die Maschine noch beinahe mit der rechten Tragfläche den Boden berührt.

Hätte dieser Vorfall vermieden werden können? Ich behaupte: "Ja"! Die Windangabe lautete:

280° 23kt mit Böen bis 37kt.

Unmittelbar vor dem Aufsetzen wurden übermittelt:

300° 33kt mit Böen bis 47kt.

Das Wetter war recht ungemütlich mit vielen Schauern und auch Gewittern. Das war richtig vorhergesagt und der Besatzung bekannt. Wie aus der Windmeldung zu ersehen ist, drehte der Wind bei Böigkeit auf WNW vor und die Böen wurden stärker. Schaut man sich die Vorhersage des Windfeldes in 900 hPa für 12z an (bitte anklicken), dann sieht man, dass der Wind in rund 800 m Höhe aus 310° mit 60 bis 70 kt blies.

Wegen der turbulenten Durchmischung und dem Reibungsverlust zum Boden hin musste also davon ausgegeangen werden, dass noch weitaus stärkere Böen aus WNW auftreten konnten.

Der Flughafen in Hamburg verfügt über 2 Landebahnen RW 05/23 und RW 15/33. Bei dieser Wetterlage wurde die RW 23 angeflogen. Geht man davon aus, dass die Windverhältnisse um die Mittagszeit relativ gleich bleiben sollten, musste man also damit rechnen, dass bei starken Böen und damit verbundenem Vordrehen des Windes die Querwind Komponente zunehmen musste.

Bei Benutzung der RW 33 wäre zwar die Querwind Komponente bei schwach böigem Wind höher gewesen als auf der RW 23, aber - und das ist entscheidend - bei stark böigem Wind hätte die Querwind Komponente abgenommen und es wäre sehr wahrscheinlich nicht zu diesem Vorfall gekommen.

Übrigens: Nach dem Durchstarten landete die Maschine problemlos auf der RW 33!

Accidents & Incidents

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11. Februar 2020

Auf dem Pegasus Airlines Flug von Wien, Österreich, nach Istanbul, Türkei, verlor der Kapitän beim Anflug auf Istanbul das Bewusstsein. Der Erste Offizier erklärte eine Luftnotlage und setzte den Anflug fort. Der Kapitän wurde nach der Landung in ein Krankenhaus gebracht.

06. Februar 2020

Noch vor dem Start eines LEVEL Fluges von Paris nach Wien verstarb ein Passagier an Bord. Die restlichen Passagiere verließen das Flugzeug in Paris. Die Maschine flog dann leer nach Wien. Laut einem Augenzeugen soll der verstorbene Fluggast vorher Blut gespuckt haben.

27. Januar 2020

Eine Alaska Airlines Boeing B737-800 ist kurz vor der Landung von einem Blitz getroffen worden. Es entstand kein Schaden.

26. Januar 2020

Eine Transavia Boeing B737-800, auf dem Weg von Porto, Portugal, nach Paris-Orly, Frankreich, kehrte kutz nach dem Start nach Porto zurück, da Probleme mit dem Kabinendruck auftraten. Eine Flugzeugtür war nicht richtig verschlossen worden.

23. Januar 2020

Ein Lufthansa Airbus A380-800, auf dem Weg von München nach Miami, USA, kehrte wegen einer Rauchmeldung im Frachtraum nach München zurück. 

20. Januar 2020

Auf dem Flughafen von Phoenix, Arizona, USA, wurde der Flugbetrieb kurzzeitig unterbrochen, da ein Koyote über die Landebahn lief.

15. Januar 2020

Ein American Airlines Flug von Los Angeles, USA, nach Chicago, USA, landete außerplanmäßig in Albuquerque, New Mexico, USA, weil ein Fluggast an Bord randalierte. Nach der Landung wurde er von Sicherheitskräften festgenommen.

13. Januar 2020

Eine Flugbegleiterin der Finnair öffnete eine der hinteren Türen eines Airbus A320 und fiel auf den Betonboden des Vorfeldes, auf dem Flughafen von Helsinki. Sie erlitt mehrere Knochenbrüche.

03. Januar 2020

Eine Transavia France Boeing B737-800, auf dem Weg von Porto, Portugal, nach Funchal, Madeira, kehrte nach Porto zurück, weil der Kapitän kurz vor Funchal das Bewusstsein verlor und der Copilot keine eigenständige Landung in Funchal durchführen durfte.

28. Dezember 2019

Ein Eurowings Flug von Las Palmas nach Köln, landete außerplanmäßig in Madrid, Spanien, da ein Fluggast während des Fluges schwer erkrankte. Der Notarzt konnte in Madrid nur noch den Tod des Fluggastes feststellen.

24. Dezember 2019

Eine CommuterAir Embraer ERJ-145, im Auftrag für United Airlines, flog von Washingtom Dulles, DC, USA nach Jacksonville, Florida. Kurz nach dem Start gab es Probleme mit dem Fahrwerk, mit den Triebwerken und dem HSI (Horizontal Situation Indicator). Die Piloten erklärten den Notfall (emergency) und kehrten nach Washington zurück.

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