Die Folgen der Vb-Wetterlage (V=lateinisch 5) haben in den letzten Wochen die Schlagzeilen in den Medien beherrscht. Nach Schätzungen der Munich Re werden die finanziellen Schäden so hoch sein wie nie zuvor. Doch birgt eine Vb-Wetterlage auch Gefahren, an die zunächst niemand denkt; nämlich VFR Piloten können sehr schnell in die Bredouille geraten!

Die Gefahren sind zunächst einmal die gleichen wie bei Annäherung einer Warmfront. Dünner Cirrostratus wird dichter und geht in Altostratus über. Die Wolkenschicht wird grauer und die Sonne verschwindet allmählich. Die Wolkenuntergrenze kommt näher, die ersten Regentropfen fallen und dann werden die VFR Bedingungen unterschritten. Hoffentlich ist der nächste Flugplatz nicht weit.

 

Wenn aber ein Vb-Tief wie beim letzten Elbe-Hochwasser über Tschechien nordwärts zieht, kann ein VFR Flug in Bayern sehr schnell zur Katastrophe führen. Die mächtigen warmen Wolkenmassen, die zunächst in Böhmen und dann im Erzgebirge sintflutartige Regenfälle bringen, werden von dem Tief entgegen dem Uhrzeigersinn erst nach Westen und dann nach Süden getrieben.

Im Fichtelgebirge und im Bayrischen Wald, wo die Berge 1000m bis knapp 1500m hoch sind, regnet es und weiter im Süden hüllt der mittelhohe Altostratus allmählich die Alpengipfel ein, da diese zwei- bis dreimal höher sind.

In dem Dreieck zwischen Fichtelgebirge, Bayrischem Wald und den Alpen sorgt die von Nordwesten heranströmende Kaltluft zunächst für gute VFR Bedingungen. Im Alpenvorland kann sogar der Föhn für kurze Zeit herrschen.

Doch dann geht plötzlich alles rasend schnell. In den Alpen beginnt es zu regnen. Die Wolkenuntergrenze sinkt sehr schnell; die Alpenpässe sind zu. Vom Fichtelgebirge taucht Low Stratus auf und innerhalb einer Stunde wachsen die Regengebiete zusammen und die Sicht geht in den Keller. Da hilft nur noch die Flucht: Kurs 270° und ab! Mit Glück kann die Flucht noch gelingen, denn nicht allzu weit westwärts werden die Bedingungen schlagartig besser.  

Accidents & Incidents

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29. Oktober 2017

Ein Aer Lingus A 320, auf dem Weg von Dublin nach Prag, wurde beim Anflug auf Prag von einem Blitz getroffen. Für den Rückflug nach Dublin wurde eine Ersatzmaschine bereitgestellt.

28. Oktober 2017

Ein American Airlines A 319, auf dem Weg von Miami nach Mexico City, durchflog nach dem Start in Miami ein Gewitter. Die vermutliche Eisbildung an den Triebwerken führte zu starker Vibration. Die Vibration stoppte nach dem runter- und hochfahren der Treibwerke.

25. Oktober 2017

Ein SAS Flug von Stockholm, Schweden, nach Turku, Finnland, rutschte auf der vereisten Landebahn in Turku bis zum Ende der Landebahn und drehte sich dann um 180°.

22.Oktober 2017

Ein Air Canada A 320 erhielt die Freigabe zur Landung auf dem Flughafen von San Francisco. Kurz danach wies der Fluglotse die Piloten an, die Landung abzubrechen, da die Landebahn noch blockiert sei. Die Air Canada Piloten setzten jedoch den Landeanflug fort und landeten. Zur Begründung gaben sie an, dass es Funkprobleme gegeben hätte.

15. Oktober 2017

Ein Air Asia Flug, auf dem Weg von Perth, Australien, nach Bali, erlitt in einer Flughöhe von 34.000 Fuß einen Druckverlust. Das Flugzeug sank auf eine sichere Flughöhe von 10.000 Fuß innerhalb von 9 Minuten. Die Maschine kehrte nach Perth zurück.

09. Oktober 2017

Ein Cathay Pacific Airbus A350-900, auf dem Weg von Hongkong nach Brisbane, geriet nahe Manila in schwere Turbulenzen, in einer Flughöhe von 29.000 Fuß. Das Flugzeug landete außerplanmäßig in Manila. Sechs Flugbegleiter und ein Passagier erlitten Verletzungen durch die Turbulenzen.

25. September 2017

Eine United Airlines Boeing B 737-900, auf dem Weg von vancouver, kanada, nach Chicago, USA, musste beim Anflug auf den Flughafen von Chicago einem Segelflugzeug ausweichen. Die 737 flog eine sehr enge 360° Kurve, um eine Kollision zu vermeiden.

09. September 2017

Eine Air Europa ATR 72-500, auf dem Weg von Alicante nach Madrid, Spanien, geriet während des Steigfluges in Vereisungsbedingungen. Das Flugzeug erlitt einen Strömungsabriss, konnte aber sicher in Madrid landen.

06. Juli 2017

Delta Airlines Flug 129, von Seattle nach Beijing, China, kehrte zum Abflughafen Seattle zurück, weil ein Passagier in der Ersten-Klasse versuchte, die Flugzeugtür zu öffnen. Er schlug einer Flugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht und einem anderen Passagier mit einer Weinflasche auf den Kopf. Mit Hilfe weiterer Passagiere wurde der Mann an einen Sitz gefesselt. Der CNN-Bericht  hier 

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