Update 16. April 2016

Der deutsche Bundestag hat strengere Kontrollen von Berufspiloten beschlossen. Demnach sollen Flugzeugführer künftig unangemeldet auf Medikamente, Alkohol oder andere psychoaktiven Substanzen getestet werden können.

Die Anwaltskanzlei Kreindler & Kreindler (New York) hat beim District Court in Arizona, USA, Klage gegen die Flugschule der Lufthansa in Phoenix, Arizona, eingereicht. Gemäß Klageschrift habe es die zu 100 Prozent im Eigentum der Lufthansa stehende Ausbildungsstätte Airline Training Center Arizona im Jahr 2009 versäumt den bereits bekannten psychischen Problemen von Andreas Lubitz weiter nachzugehen. Damit trage sie eine Mitverantwortung an der Tragödie vom 24. März 2015. 80 Hinterbliebenen-Familien stehen hinter der Klage. Von deutscher Seite werden diese Familien u.a. von den Anwälten Christof Wellens und Elmar Giemulla vertreten.

Update 29. März 2015

In der jetzt aufgekommenen Diskussion, ob die Flugfähigkeit ("fit to fly") eines Piloten vor Dienstbeginn von der Fluggesellschaft überprüft werden sollte, lohnt ein Blick zurück auf den Colgan Air Unfall.

Hier hatte der Flugkapitän in der Nacht vor dem Unfall kaum geschlafen. Die Copilotin war aus Seattle mit dem Nachtflug nach Newark gekommen und heftig erkältet.

Die FAA führte am 01. Januar 2014 neue Flugdienst- und Ruhezeiten-Vorschriften ein. Ein Punkt dabei ist die Dienstfähigkeit, "fit to fly": Es liegt in der Verantwortung des Piloten, vor jedem Flug zu prüfen, ob er dienstfähig ist, und wenn nicht, auf den Flug zu verzichten.

Die Flugfähigkeit vor Dienstbeginn von der Fluggesellschaft prüfen zu lassen, ist ein juristisch heißes Eisen, da hier Haftungsfragen berührt werden.

 

Update 26. März 2015

Der französiche Staatsanwalt teilte um 12.38 Uhr mit, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der Copilot das Flugzeug bewusst abstürzen ließ. Die Daten auf dem Cockpit Voice Recorder weisen auf einen Selbstmord hin.

Ein Germanwings Airbus A320-211 stürzte am 24. März 2015 über den französischen Seealpen, in der Nähe des Ortes Barcelonette ab. An Bord befanden sich 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Es muss davon ausgegangen werden, dass alle Personen an Bord tödlich verunglückten.

Der Airbus startete um 10.01 Uhr Ortszeit in Barcelona, erreichte gegen 10.45 Uhr die Reiseflughöhe von 38.000 Fuß (ca. 11.500 m) und begann um 10.46 Uhr einen Sinkflug. In einer Flughöhe von 6.000 Fuß (ca. 2.000 m) endete der Radarkontakt um 10.53 Uhr (Angaben laut Germanwings). Die Piloten sollen keinen Notruf abgesetzt haben, sagte ein Mitglied der französischen DGAC. Allerdings hätten die Fluglotsen von der Streckenkontrolle in Marseille Notmaßnahmen ergriffen, als sie bemerkten, dass die Maschine die Mindestsicherheitshöhe unterschritt

Flightradar24 und Flightaware, die ihre Daten auf das ADS-B stützen, geben andere Zeiten an: Abflug Barcelona 10.00 Uhr, Erreichen der Reiseflughöhe (38.000 Fuß) um 10.27 Uhr, Beginn des Sinkfluges um 10.31 Uhr. Letzter Kontakt um 10.41 Uhr, bei einer Flughöhe von 6.800 Fuß.

Für die Zeit-Differenz gibt es bisher keine Erklärung.

Nach Angaben der Französischen Behörden fand um 10.30 Uhr der letzte Funkkontakt zwischen der Maschine und den Fluglotsen statt.

Der Absturzort liegt ca. 1.500 m hoch, in unwegsamen Gelände. Die umgebenden Berge ragen bis 2.500 m hoch.

Hier der von Flightradar24 aufgezeichnete Flugweg:

 

 

 

Accidents & Incidents

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24. April 2019

Eine Cessna 551 Citation II führte "touch and go" auf dem Siegerland Flughafen durch. Während einer Landung kam das Flugzeug vor der Landebahn auf, wobei das Hauptfahrwerk abbrach. Treibstoff aus dem linken Tragflächentank geriet in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

22. April 2019

Ein United Airlines Flug von Houston, Texas, nach Amsterdam, Niederlande, landete außerplanmäßig in Newark, wegen eines randalierenden Passagiers. Der Flug wurde 9 Stunden später fortgesetzt.

19. April 2019

Eine Yanair Boeing B737-400, im Auftrag der Air Moldova, flog von Istanbul, Türkei, nach Chisinau, Moldawien. Während des Anfluges auf den Flughafen von Chisinau folgten die Piloten nicht den Anweisungen der Flugsicherung. Nach der Landung forderten sie dringend einen Krankenwagen an.

16. April 2019

An Bord einer Virgin Atlantic Boeing B787-9, auf dem Weg von San Francisco nach London-Heathrow, sank der Kabinen Luftdruck auf 8.000 ft Flughöhe, anstatt des normalen Luftdrucks in einer Höhe von 6.000 ft. Der Ausfall einer Aircondition-Einheit soll die Ursache sein.

07. April 2019

Eine Spicejet Boeing B737-800 geriet beim Anflug auf Chennai, Indien, in einen Hagelsturm. Am Flugzeug entstand größerer Schaden.

02. April 2019

Ein VivaColombia Airbus A320 wurde kurz nach dem Start in Bogota, Kolumbien, zweimal von einem Blitz getroffen. Das Flugzeug kehrte zum Abflughafen in Bogota zurück.

29. März 2019

Auf einem Austrian Airlines Flug von Sarajevo, Bosnien, nach Wien, Österreich, randalierte ein bosnischer Polizist in Uniform. Er hatte Bier mit an Bord gebracht, fasste eine Flugbegleiterin an, schlug einen anderen Passagier. Der Polizist sollte auf dem Rückflug einen Häftling von Wien nach Sarajevo begleiten.

25. März 2019

Ein British Airways Flug, durchgeführt von der deutschen Fluggesellschaft WDL, auf dem Weg von London nach Düsseldorf, flog in die falsche Richtung und landete in Edinburgh, Schottland, weil ein falscher Flugplan eingegeben worden war.

19. März 2019

Ein Hawaiian Airlines Flug von Honolulu, Hawaii, nach Los Angeles, USA, kehrte nach Honolulu zurück, weil 2 Passagiere sich lautstark an Bord streiteten. Ein Passagier wurde von den Behörden nach der Landung abgeführt.

18. März 2019

Auf einem Delta Airlines Flug von Indianapolis nach Detroit, USA, versuchte ein weiblicher Passagier, kurz nach dem Start, eine Flugzeugtür zu öffnen. Andere Passagiere fesselten den Passagier daraufhin. Vermutlich hatte die Frau Medikamente vor dem Flug genommen.

17: März 2019

Eine FlyEgypt B737-800, auf dem Weg von Hurghada, Ägypten, nach Graz, Österreich, ist nach dem Start nach Hurghada zurückgekehrt. Nach Angabe von Passagieren hat es kurz nach dem Start einen "Knall" gegeben.

10. März 2019

Eine United Airlines Boeing B737-400 hatte beim Anflug auf Houston Triebwerksprobleme durch starke Vibrationen. Die Maschine landete sicher und blieb auf der Landebahn stehen. Die Passagiere wurden mit Bussen zum Terminal gebracht.

09. März 2019

Eine Turkish Airlines Boeing B777-200, auf dem Weg von Istanbul, Türkei, nach New York, USA, geriet nördlich von Boston in starke Turbulenz. 29 Passagiere erlitten Verletzungen. Die Maschine landete sicher in New York.

06. März 2019

Passagiere auf einem Virgin Atlantic Flug von Barbados nach London-Gatwick klagten während des Fluges über körperliches Unwohlsein. Die Passagiere kamen von einer Kreuzfahrt in der Karibik. Nach der Landung wurden die betroffenen Personen ärztlich versorgt.

05. März 2019

Ein delta Airlines Flug von Los Angeles nach Seattle wurde kurz nach dem Start von mehreren Blitzen getroffen. Die Maschine kehrte mitten in einem Gewitter nach Los Angeles zurück.

27. Februar 2019

Eine American Airlines Boeing B777-200, auf dem Weg von Dallas Ft. Worth, USA, nach Honolulu, Hawaii, geriet beim Anflug auf Honolulu in schwere Turbulenz. 2 Flugbegleiter erltten Verletzungen.

21. Februar 2019

Der Kapitän eines Cathay Pacific Fluges von Perth, Australien, nach Hongkong, bat seinen Copiloten, die Steuerung zu übernehmen, da er an Atemnot leidet und sein Sehvermögen plötzlich nachließ. Ein Arzt an Bord behandelte den Kapitän.

15. Februar 2019

Eine Southwest Airlines B737-800 erlitt kurz vor der Landung in Providence, USA, einen Blitzschlag. Das Flugzeug wurde anschließend eingehend auf Schäden untersucht.

13. Ferbruar 2019

Eine Compass Airlines Embraer ERJ-175, unter einer Delta Airlines Flugnummer, auf dem Weg von Santa Ana, Kalifornien, nach Seattle, geriet nahe Reno, Nevada, in schwere Turbulenz. Sieben Passagiere und eine Flugbegleiterin erlitten Verletzungen.

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