Womit generiert eine Airline, die nur über einen kleinen Flieger verfügt, viel Umsatz und hoffentlich einen Gewinn? Die Antwort gab Jörg Troester, Hahn Air, Senior Vice President Corporate Strategy, anläßlich eines Vortrages vor dem Luftfahrt-Presseclub (LPC) in Frankfurt, im Januar 2013. Und sie offenbarte eine verblüffend einfache Idee....

Die verblüffend einfache Idee ist: Ausstellung und Verkauf eigener Flugscheine für Flüge mit anderen Fluggesellschaften. So ganz neu war dieser Gedanke nicht, hatte doch die PanAm in den 80er Jahren, als dringend Geld benötigt wurde, dieses Verfahren vorgemacht. PanAm Flugscheine fanden sich so auf der ganzen Welt wieder sowie im IATA Clearing-House in London (der damaligen Flugschein-Abrechnungsstelle der Fluggesellchaften). Was war der Hintergrund dieser Aktion? Die Flugschein ausstellende Fluggesellschaft bekam ca. 4% Provision auf den Ticketpreis von der die Flüge durchführenden Gesellschaft. Und mit diesem Geschäftsmodell, also Provision auf den Ticketpreis, arbeitet auch Hahn Air.

Wie funktioniert dieses System? Im Normalfall stellt die Fluggesellschaft, mit der der Passagier fliegen will, den Flugschein aus. Damit bleibt das Geld bei der Airline. Doch werden auch Flugscheine anderer Gesellschaften für diese Flüge verwendet. Wie erkennt man nun, welche Airline den Flugschein ausgestellt hat? Auf dem Flugschein (heute in elektronischer Form - e-Tix genannt) ist eine lange Nummer aufgedruckt. Diese Nummer beginnt mit dem Code für die jeweilige Fluggesellschaft, z.B. hat die Lufthansa den Code 220, Hahn Air hat den Code 169. Damit kann jedes Ticket einer Airline zugeordnet werden, was die Verrechnung der jeweiligen Leistungen unter den Fluggesellchaften sehr vereinfacht.

Voraussetzung für die Erlaubnis, Flugscheine auszustellen, ist die Mitgliedschaft in der IATA (International Air Transport Association). Wie wird man Mitglied? In dem man eine Gesellschaft gründet und Flüge anbietet. Hahn Air bietet planmäßige Flüge zwischen Düsseldorf und Luxemburg an, zweimal wöchentlich. Und ist Mitglied in der IATA.

Damit Hahn Air Flugscheine weltweit benutzt werden, hat Hahn Air entsprechende Verträge (Interline Abkommen) mit 250 Airlines abgeschlossen. Dazu kommen Verträge mit 91 000 Reisebüros, die dadurch Service-Leistungen der Hahn Air nutzen können.  

Ein derartiges Vertriebs- und Verkaufsnetz lässt sich nur durch eine rechnergestützte Flugscheindatenbank betreiben. Das von Hahn Air entwicklete System heißt "e-go 169" und bietet folgende Möglichkeiten:

  • Fluggesellschaften können Flugscheine für Strecken ausstellen, die sie nicht selbst fliegen.
  • Reisebüros. die keine IATA Zulassung haben (also keine Flugscheine ausstellen dürfen), können Hahn Air Flugscheine ausstellen. Hahn Air übernimmt das Verkaufsrisiko.
  • Kleine Airlines, die wegen zu geringer Verkaufszahlen keine Verträge mit Reisebüros schließen können, sind durch Hahn Air in der Lage, das Vertriebs- und Verkaufsnetz deutlich auszuweiten.

Der letzte Punkt bedeutet, dass Hahn Air den gesamten Reservierungs- und Verkaufsprozess für die Bereiche übernimmt, in denen die jeweilige Airline keine Flüge durchführt. Dafür stehen 200 Mitarbeiter zur Verfügung sowie ein telefonischer Kundenservice in 6 Sprachen.

Fazit: eine geniale Idee, eigene Flugscheine weltweit zu streuen, und mit der Provision Einnahmen zu generieren.

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11. Februar 2020

Auf dem Pegasus Airlines Flug von Wien, Österreich, nach Istanbul, Türkei, verlor der Kapitän beim Anflug auf Istanbul das Bewusstsein. Der Erste Offizier erklärte eine Luftnotlage und setzte den Anflug fort. Der Kapitän wurde nach der Landung in ein Krankenhaus gebracht.

06. Februar 2020

Noch vor dem Start eines LEVEL Fluges von Paris nach Wien verstarb ein Passagier an Bord. Die restlichen Passagiere verließen das Flugzeug in Paris. Die Maschine flog dann leer nach Wien. Laut einem Augenzeugen soll der verstorbene Fluggast vorher Blut gespuckt haben.

27. Januar 2020

Eine Alaska Airlines Boeing B737-800 ist kurz vor der Landung von einem Blitz getroffen worden. Es entstand kein Schaden.

26. Januar 2020

Eine Transavia Boeing B737-800, auf dem Weg von Porto, Portugal, nach Paris-Orly, Frankreich, kehrte kutz nach dem Start nach Porto zurück, da Probleme mit dem Kabinendruck auftraten. Eine Flugzeugtür war nicht richtig verschlossen worden.

23. Januar 2020

Ein Lufthansa Airbus A380-800, auf dem Weg von München nach Miami, USA, kehrte wegen einer Rauchmeldung im Frachtraum nach München zurück. 

20. Januar 2020

Auf dem Flughafen von Phoenix, Arizona, USA, wurde der Flugbetrieb kurzzeitig unterbrochen, da ein Koyote über die Landebahn lief.

15. Januar 2020

Ein American Airlines Flug von Los Angeles, USA, nach Chicago, USA, landete außerplanmäßig in Albuquerque, New Mexico, USA, weil ein Fluggast an Bord randalierte. Nach der Landung wurde er von Sicherheitskräften festgenommen.

13. Januar 2020

Eine Flugbegleiterin der Finnair öffnete eine der hinteren Türen eines Airbus A320 und fiel auf den Betonboden des Vorfeldes, auf dem Flughafen von Helsinki. Sie erlitt mehrere Knochenbrüche.

03. Januar 2020

Eine Transavia France Boeing B737-800, auf dem Weg von Porto, Portugal, nach Funchal, Madeira, kehrte nach Porto zurück, weil der Kapitän kurz vor Funchal das Bewusstsein verlor und der Copilot keine eigenständige Landung in Funchal durchführen durfte.

28. Dezember 2019

Ein Eurowings Flug von Las Palmas nach Köln, landete außerplanmäßig in Madrid, Spanien, da ein Fluggast während des Fluges schwer erkrankte. Der Notarzt konnte in Madrid nur noch den Tod des Fluggastes feststellen.

24. Dezember 2019

Eine CommuterAir Embraer ERJ-145, im Auftrag für United Airlines, flog von Washingtom Dulles, DC, USA nach Jacksonville, Florida. Kurz nach dem Start gab es Probleme mit dem Fahrwerk, mit den Triebwerken und dem HSI (Horizontal Situation Indicator). Die Piloten erklärten den Notfall (emergency) und kehrten nach Washington zurück.

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