Am 8. Februar 1988 stürzte eine Metro III des NFD (Nürnberger Flug-Dienst) , Flug 108, bei Kettwig, nahe Düsseldorf, ab. Alle 21 Personen an Bord überlebten den Absturz nicht. Dieser Unfall ist ein besonderes Beispiel für den Einfluss des "Menschlichen Faktors" auf die Entwicklung eines Unfallereignisses: beginnend mit der Konstruktion des Flugzeuges, über die Wartung, bis zur Nichtentscheidung der Piloten.

In der Nacht vom 07. zum 08. Februar 1988 steht die Metro III, D-CABB, in Hannover im Hangar. Ein Mechaniker wartet die Maschine, die am nächsten Morgen nach Düsseldorf fliegen soll, unter der Flug-Nummer NFD 108. Zu den Aufgaben gehört auch das Wechseln der Batterien in den Taschenlampen, die sich im Netz hinter den Pilotensitzen befinden. Die Taschenlampen werden benötigt, falls an Bord die gesamte Elektrik ausfällt und die Piloten die Instrumente (z.B. den künstlichen Horizont), die ohne Elektrik arbeiten, erkennen müssen.

Um 07.15 Uhr (Ortszeit) startet NFD 108 in Hannover. Die Wettervorhersage sprach von einer Kaltfront, die den Raum Düsseldorf bereits erreicht hat. Schnee, Graupel, Regen und auch ein Gewitter waren vorhergesagt. Auf dem linken Sitz der Kapitän, mit 2473 Stunden Gesamtflugerfahrung, davon 277 Stunden auf der Metro III. Rechts die Copilotin, mit 2544 Stunden Gesamtflugerfahrung, davon 1344 Stunden auf der Metro III.  Der Flug verläuft ohne weitere Ereignisse. Um 07.39 Uhr begann die Maschine den Sinkflug, um 07.47 Uhr wurde Kontakt mit "Dusseldorf Director" aufgenommen. "Dusseldorf Director" erteilte die Freigabe zum Weitersinken bis auf 3.000 ft , gleichzeitig bekamen die Piloten die Information, dass eine vorausfliegende Maschine einen Blitzschlag hatte. Beim Erreichen des "Localizer" in 2.900 ft Höhe sahen die Piloten auf dem Wetterradar das vor ihnen liegende Gewitter. Sie diskutierten, ob man links oder rechts ausweichen sollte. Letztendlich flog die Maschine in das Gewitter ein. Die Besatzung fuhr die Landeklappen auf 1/2 aus, doch um 07.55 enden die Aufzeichnungen. Das Flugzeug war von einem Blitz getroffen worden. 

Die gesamte Elektrik fiel aus. Im Cockpit war es dunkel. Im Flugzeug-Handbuch gab es kein Not-Verfahren bei totalem Elektrik-Ausfall. Auch gab es keine Notstromquelle, sie war auch nicht vorgeschrieben. Unten am Instrumentenbrett befanden sich die Batterie-Schalter. Um sie bei einem Elektrik-Ausfall, bei fehlender Beleuchtung, zu finden  sowie den künstlichen Horizont zu beleuchten, waren Taschenlampen im Netz hinter den Sitzen vorgesehen. Doch die lagen vermutlich in Hannover (siehe oben), im Hangar, oder irgendwo unauffindbar nahe der Unfallstelle. Es ließ sich nicht feststellen, ob sie beim Abflug an Bord gewesen oder beim Absturz aus der Maschine gefallen sind. Zeugen sahen das Flugzeug aus den Wolken kommen, dann wieder in die Wolken steigen. In den Wolken brach die Maschine auseinander, wobei alle Passagiere und die Besatzung den Tod fanden.

Wie kam es nun zu dem Totalausfall der Elektrik? Der Blitz war hinter der Flügelwurzel am Rumpf eingeschlagen. Hinter der Rumpfwand lag der E-Bus (vereinfacht gesagt: der elektrische Verteiler). Gesichert war der E-Bus mit Dioden. Der Flugzeughersteller Swearingen war der Meinung gewesen, dass ein Blitz niemals an dieser Stelle einschlagen würde, weshalb der E-Bus nur schwach gesichert wurde (Untersuchungen nach dem Unfall zeigten, dass sehr wohl Blitze an dieser Stelle am Rumpf bei Flugzeugen eingeschlagen sind). Die Dioden waren geschmolzen und hatten derart die Bordelektrik lahmgelegt. Zur weiteren Untersuchung wurden die Dioden an den damals einzigen Fachmann in Deutschland, in der Firma Siemens, München, gesandt. Er bestätigte, dass die Dioden durch sehr hohe Energie zerstört worden waren.

Hatte die Besatzung eine Chance, trotz der sehr schwierigen Situation, die Maschine sicher landen zu können? Sie hatte! Neben dem linken Pilotensitz, an der Cockpitwand, hinter der Notausstiegstür, befand sich ein Lichtschalter, der direkt auf die Batterie geschaltet war (sogenannter "hot bus"). Nur stand davon nichts im Handbuch!

Der Unfalluntersuchungsbericht 1X001-0/88 (FUS beim Luftfahrt-Bundesamt) kann hier heruntergeladen werden.

Accidents & Incidents

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24. April 2019

Eine Cessna 551 Citation II führte "touch and go" auf dem Siegerland Flughafen durch. Während einer Landung kam das Flugzeug vor der Landebahn auf, wobei das Hauptfahrwerk abbrach. Treibstoff aus dem linken Tragflächentank geriet in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

22. April 2019

Ein United Airlines Flug von Houston, Texas, nach Amsterdam, Niederlande, landete außerplanmäßig in Newark, wegen eines randalierenden Passagiers. Der Flug wurde 9 Stunden später fortgesetzt.

19. April 2019

Eine Yanair Boeing B737-400, im Auftrag der Air Moldova, flog von Istanbul, Türkei, nach Chisinau, Moldawien. Während des Anfluges auf den Flughafen von Chisinau folgten die Piloten nicht den Anweisungen der Flugsicherung. Nach der Landung forderten sie dringend einen Krankenwagen an.

16. April 2019

An Bord einer Virgin Atlantic Boeing B787-9, auf dem Weg von San Francisco nach London-Heathrow, sank der Kabinen Luftdruck auf 8.000 ft Flughöhe, anstatt des normalen Luftdrucks in einer Höhe von 6.000 ft. Der Ausfall einer Aircondition-Einheit soll die Ursache sein.

07. April 2019

Eine Spicejet Boeing B737-800 geriet beim Anflug auf Chennai, Indien, in einen Hagelsturm. Am Flugzeug entstand größerer Schaden.

02. April 2019

Ein VivaColombia Airbus A320 wurde kurz nach dem Start in Bogota, Kolumbien, zweimal von einem Blitz getroffen. Das Flugzeug kehrte zum Abflughafen in Bogota zurück.

29. März 2019

Auf einem Austrian Airlines Flug von Sarajevo, Bosnien, nach Wien, Österreich, randalierte ein bosnischer Polizist in Uniform. Er hatte Bier mit an Bord gebracht, fasste eine Flugbegleiterin an, schlug einen anderen Passagier. Der Polizist sollte auf dem Rückflug einen Häftling von Wien nach Sarajevo begleiten.

25. März 2019

Ein British Airways Flug, durchgeführt von der deutschen Fluggesellschaft WDL, auf dem Weg von London nach Düsseldorf, flog in die falsche Richtung und landete in Edinburgh, Schottland, weil ein falscher Flugplan eingegeben worden war.

19. März 2019

Ein Hawaiian Airlines Flug von Honolulu, Hawaii, nach Los Angeles, USA, kehrte nach Honolulu zurück, weil 2 Passagiere sich lautstark an Bord streiteten. Ein Passagier wurde von den Behörden nach der Landung abgeführt.

18. März 2019

Auf einem Delta Airlines Flug von Indianapolis nach Detroit, USA, versuchte ein weiblicher Passagier, kurz nach dem Start, eine Flugzeugtür zu öffnen. Andere Passagiere fesselten den Passagier daraufhin. Vermutlich hatte die Frau Medikamente vor dem Flug genommen.

17: März 2019

Eine FlyEgypt B737-800, auf dem Weg von Hurghada, Ägypten, nach Graz, Österreich, ist nach dem Start nach Hurghada zurückgekehrt. Nach Angabe von Passagieren hat es kurz nach dem Start einen "Knall" gegeben.

10. März 2019

Eine United Airlines Boeing B737-400 hatte beim Anflug auf Houston Triebwerksprobleme durch starke Vibrationen. Die Maschine landete sicher und blieb auf der Landebahn stehen. Die Passagiere wurden mit Bussen zum Terminal gebracht.

09. März 2019

Eine Turkish Airlines Boeing B777-200, auf dem Weg von Istanbul, Türkei, nach New York, USA, geriet nördlich von Boston in starke Turbulenz. 29 Passagiere erlitten Verletzungen. Die Maschine landete sicher in New York.

06. März 2019

Passagiere auf einem Virgin Atlantic Flug von Barbados nach London-Gatwick klagten während des Fluges über körperliches Unwohlsein. Die Passagiere kamen von einer Kreuzfahrt in der Karibik. Nach der Landung wurden die betroffenen Personen ärztlich versorgt.

05. März 2019

Ein delta Airlines Flug von Los Angeles nach Seattle wurde kurz nach dem Start von mehreren Blitzen getroffen. Die Maschine kehrte mitten in einem Gewitter nach Los Angeles zurück.

27. Februar 2019

Eine American Airlines Boeing B777-200, auf dem Weg von Dallas Ft. Worth, USA, nach Honolulu, Hawaii, geriet beim Anflug auf Honolulu in schwere Turbulenz. 2 Flugbegleiter erltten Verletzungen.

21. Februar 2019

Der Kapitän eines Cathay Pacific Fluges von Perth, Australien, nach Hongkong, bat seinen Copiloten, die Steuerung zu übernehmen, da er an Atemnot leidet und sein Sehvermögen plötzlich nachließ. Ein Arzt an Bord behandelte den Kapitän.

15. Februar 2019

Eine Southwest Airlines B737-800 erlitt kurz vor der Landung in Providence, USA, einen Blitzschlag. Das Flugzeug wurde anschließend eingehend auf Schäden untersucht.

13. Ferbruar 2019

Eine Compass Airlines Embraer ERJ-175, unter einer Delta Airlines Flugnummer, auf dem Weg von Santa Ana, Kalifornien, nach Seattle, geriet nahe Reno, Nevada, in schwere Turbulenz. Sieben Passagiere und eine Flugbegleiterin erlitten Verletzungen.

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